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Der Shantyman als Moderator im Shantychor

Vorbemerkung

Moderation, Shantygesang, Publikum unterhalten, zum richtigen Zeitpunkt das richtige Lied singen, das beim Publikum ankommt das ist der Job des Shantyman im Shantychor..
Jeder Shantysänger, der schon einmal auf der Bühne stand, weiß, wovon hier die Rede ist.

Der Shantyman ist auch gleichzeitig  Moderator, Koordinator und Verantwortlicher für alles. Er soll das  Publikum unterhalten, für den musikalischen Klang sorgen und gleichzeitig mit seinen Informationen durch das Programm führen. Dabei erwartet die Mannschaft (der Shantychor) auch ständig neue  Moderationsbeiträge.

Für den Moderator ist das Ziel, sich mit immer neuen Inhalten und Pointen sowohl beim Publikum wie auch bei seiner Mannschaft auszuzeichnen.
Dazu sollen die Zeilen weiter unten dienen, ebenso wie die Geschichte der Shanties.. 

Die Shantygeschichte wurde schon ausführlich behandelt. Wir wollen uns mit Fragen beschäftigen, die unter anderem schon Stan Hugill in seinem Buch “Shanties from the Seven Seas” behandelt.
 
Beiträge aus  der Literatur, aus dem Internet und mit Augen und Ohren abgeschaute Geschichten von - wie wir meinen - guten Moderationsbeiträgen anderer  Chöre werden im Folgenden zu finden sein. Persönliche  Erfahrungen aus Segelreisen rund Kap Horn werden Sie nicht finden.  Wir haben auch den legendären Stan Hugill nicht mehr persönlich  kennen gelernt. Unser erster Besuch beim “€žFestival du chant de marin” in Paimpol war leider erst in 1997.

Aber wir treiben uns seit dieser Zeit auf den Shantyschauplätzen in ganz Europa herum, immer auf der Suche nach neuen Abenteuern, nach neuen Songs und guter Unterhaltung. Nehmen Sie davon ein Stück mit. Selbstverständlich freuen wir uns, wenn Sie uns auch von ihrem Repertoire ein Stück  zurückgeben.

Laden Sie uns ein!

Herzlichste Grüße
und immer eine handbreit Rum im Glas
und eine handbreit Wasser unterm Kiel!

Drunken Sailor

Wurde auf allen Schiffen gesungen?

Erst gegen Ende des 19. Jahrhunderts hieß die Devise "große Schiffe, kleine Besatzungen", und dadurch erhielt der Shanty-Mann den "Wert von zehn Mann an einem Tau". Wurde im gemeinsamen Rhythmus gezogen vervielfältigte sich die Kraft der Matrosen.

Auf den Kriegsschiffen aller Nationen wurden die Arbeiten im Takt ausgeführt, der durch die Rufe und Pfiffe des Bootsmanns markiert wurde; Singen bei der Arbeit war verboten.
Aus den frühen Jahrhunderten stammende Seemannslieder für die Freizeit sind ebenfalls schwer aufzufinden.

Es existieren zwar in den Bibliotheken vieler Länder manche verstaubten Schmöker mit Sammlungen sogenannter Seelieder, größtenteils ohne Melodie, aber die meisten von ihnen stammen aus der Massenfabrikation von Balladendichtern an Land; sie wurden selten oder nie von Seeleuten gesungen.

Heutzutage graben Folkloregruppen die besseren dieser "Gedichte", denn das sind sie, wieder aus und unterlegen ihnen die Melodien anderer Volkslieder; das ergibt jedoch kein Lied, wie es im 18. Jahrhundert wirklich von einem weinseligen Janmaaten in der Taverne einer Hafenstadt gesungen wurde.

Es scheint, dass echte deutsche und holländische  Seelieder aus dem 17. und 18. Jahrhundert die Zeit bis heute nicht überdauert haben.
 

Beste feuchte und nasse Shantygrüße

Norbert Schröder, Shantyman

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